Bibliothek Helmut H. Brand

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Der Süchtige sieht sich außerstande das jenseitige, gesunde Terrain maßvoller Aktivität wiederzu-erlangen. Ohnmächtig driftet er ab im Morast seiner Triebhaftigkeit und benötigt eine Hand, die ihm beim Ausstieg hilft. Seine vergeblichen Anstrengungen sind der Versuch, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Wenn der Schmerz groß genug ist, dass er kapitulieren kann, ist die Tür aufgestoßen – um Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen. Das ist der erste und wichtigste, der entscheidende und fundamentale Schritt in die entgegengesetzte Richtung. Im Rausch wurde die Welt zu einem aus Lügen gewobenen Hirngespinst. Der Süchtige muss lernen, sich selbst und anderen wieder Glauben zu schenken. Er muss vertrauen können, um das Rad seines blinden Verlangens zum Stillstand zu bringen. Zu lange haben ihn seine Gefühle betrogen.      Helmut Brand

 

     
     
 

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