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Der Süchtige sieht sich außerstande das
jenseitige, gesunde Terrain maßvoller Aktivität wiederzu-erlangen.
Ohnmächtig driftet er ab im Morast seiner Triebhaftigkeit und
benötigt eine Hand, die ihm beim Ausstieg hilft. Seine vergeblichen
Anstrengungen sind der Versuch, sich an den eigenen Haaren aus dem
Sumpf zu ziehen. Wenn der Schmerz groß genug ist, dass er
kapitulieren kann, ist die Tür aufgestoßen – um
Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen. Das ist der erste und wichtigste,
der entscheidende und fundamentale Schritt in die entgegengesetzte
Richtung. Im Rausch wurde die Welt zu einem aus Lügen gewobenen
Hirngespinst. Der Süchtige muss lernen, sich selbst und anderen
wieder Glauben zu schenken. Er muss vertrauen können, um das
Rad seines blinden Verlangens zum Stillstand zu bringen. Zu lange
haben ihn seine Gefühle betrogen. Helmut
Brand |
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